Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs- Beispiele

  • Menschen sind verschieden. 
  • Frauen sind verschieden.
  • Frauen nach sexuellem Missbrauch sind verschieden.
  • Jede Frau hat ihre Art mit der Aufarbeitung ihrer Missbrauchsgeschichte umzugehen.
  • Und doch gibt es Ähnlichkeiten.
  • Fast alle Frauen sind sehr kreativ bei der Aufarbeitung ihrer Geschichte.

Sie schreiben, malen, arbeiten mit Ton oder anders kreativ, um die Gefühle zu verarbeiten, über die sie nicht sprechen können. Die Gefühle, die nur schwer, wenn überhaupt, zu beschreiben sind. 

An dieser Stelle zeigen wir Beispiele für den Umgang mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs. Weitere Beispiele zeigt unsere Ausstellung auf der Seite Öffentlichkeitsarbeit.

sh
geb. 1960, Altenpflegerin, umgeschult zur Wirtschaftskorrespondentin, lebt allein mit ihrer Tochter. Viele Jahre Therapieerfahrung, einzeln und in Gruppen, sowie stationär.
rr
geb. 1974, Abitur und Studium (Dipl.-Ing. FH), berufstätig, lebt in solidem sozialen Gefüge, keine Kinder, Einzel- und Gruppentherapie-Erfahrung.
bs
geb. 1964, Abitur und abgeschlossenes Studium, zeitweise berufstätig, lebt mit ihren 2 Kindern zusammen, langjährige Einzel- und Gruppentherapie-Erfahrung.
uh
geb. 1964, zweiter Bildungsweg, abgeschlossenes FH-Studium, berufstätig, lebt zusammen mit ihrem Partner (Jahrgang 1970) und hat einen bereits allein lebenden Sohn (Jahrgang 1989), Einzeltherapie etwa zehn Jahre, Gruppe seit 1993.
hh
geb. 1952, lebt in Lebensgemeinschaft mit Partner, zwei Söhne (Jahrgang 1977 und 1979), Malerin, erst mit 40 Jahren Aufarbeitung des Missbrauchs durch den Vater.

Gruppenfrau sh

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Gruppenfrau rr

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ausführliches ich — meine geschichte 

ich bin 1974 als viertes kind meiner eltern geboren worden, ich war weder geplant noch gewünscht (meine geschwister sind viel älter als ich), ich bin ein lebhaftes, neugieriges, aufgewecktes mädchen, im alter von fünf jahren (kurz vor meiner einschulung) beginnt der missbrauch durch meinen vater, im alter von sieben hört er kurzzeitig auf, beginnt mit zehn jahren von neuem, wann er endgültig endet, weiß ich (bis heute) nicht sicher (vermutlich im alter von ca. 14 jahren), mein werdegang vollzieht sich "bilderbuchmäßig", ich bin ein "vorzeigekind" mit guten leistungen in der schule (nur manchmal fühle ich mich merkwürdig, anders, älter als ich bin), ich mache das abitur mit zwei auszeichnungen, leiste meine vorpraktika und beginne 1994 zielgerichtet mein studium, welches ich 1999 erfolgreich beende, das arbeitsleben meistere ich mit kleinen unterbrechungen durch auftragsbedingte arbeitslosigkeiten, von 1996 bis 2009 lebe ich in einer intensiven guten partnerschaft mit einem mann, mein missbrauch wird von anfang an als tatsache  ausgesprochen und zwingt zu vielen kleinen schritten in bezug auf die entwicklung von nähe und (mit der zeit) erfüllter sexualität... ich lebe in einem soliden sozialen gefüge...

noch während des studiums beginne ich mit meinem missbrauch umzugehen, denn der missbrauch als solches steht für mich außer frage (zu viele indizien, erinnerungen, flash backs), dass mein vater der täter ist, offenbart sich mir aber erst stück für stück, durch diese erkenntnis ernüchtert und erschüttert, beginne ich während meines studiums eine einzeltherapie, die ich nach abschluss meiner ausbildung bei einem anderen therapeuten fortsetze, kleine fort- und viele rückschritte, stimmungshochs und -tiefs (depressive phasen, suizidgefährdung, angstzustände) kosten energien und kraft, doch mühsam zusammengetragene "beweise" helfen mir, am ball zu bleiben, mir mein leben stück für stück aus diesem sumpf von ängsten, selbstzweifeln, schuldgefühlen, erinnerungsschüben und offenen fragen zurückzuholen, unterstützung finde ich bei meiner "mittleren" schwester, die mir den missbrauch von anfang an glaubt und "theorien" durch "objektive/außenstehende situationsbeschreibungen" festigen hilft und mir zur seite steht, im sommer 2000 spreche ich meine mutter auf den missbrauch an und sie fügt unbewusst noch lose teile meiner erinnerungen  zusammen, im herbst des selben jahres, nachdem mein vater in betrunkenem zustand gestürzt ist und ich erkenne, dass ich nicht endlos zeit habe zu entscheiden, wie ich mit ihm umgehen möchte, beschließe ich, auch ihn zu konfrontieren, was ich schriftlich tue, mein vater reagiert darauf in form eines telefonates, in dem er ganz klar zum ausdruck bringt, dass "das" nicht stimmt, meine mutter beginnt aufgrund seiner reaktion an mir/meiner aussage zu zweifeln, die verbindung wird "stillgelegt", im frühjahr 2001 versuche ich, meine familie an einen tisch zu bekommen, meine mittlere schwester steht unverrückbar hinter mir, bzw. auf meiner seite, meine älteste schwester bezweifelt nicht den missbrauch als solchen an mir, jedoch durch meinen vater als täter (ihn als täter kann sie sich nicht vorstellen), mein bruder äußert sich (bis heute) nicht, meine mutter ist nicht anwesend, meinem vater geht es gesundheitlich schlecht, die ärzte raten vor aufregungen ab...

die tatsache, dass eine "vorzeigetochter" innerhalb kürzester zeit problemlos ignoriert werden kann, trifft mich sehr... 

ich hätte mir gewünscht (und tue dies noch bis heute), dass ich meiner familie auch dann wichtig genug gewesen wäre, wenn sie mir den missbrauch nicht glaubt, um "die sache/das problem" mit mir anzugehen (auch wenn sich jemand so etwas "nur" einbildet, muss es ja gründe/ursachen dafür geben)... 

dieses einvernehmliche schweigen als reaktion auf den versuch aktiv als familie mit dem missbrauch umzugehen von seiten meiner mutter, einer schwester und meines bruders ist wahrscheinlich sogar bezeichnend und war zu den aktiven zeiten des missbrauchs sicher eine für meinen vater "günstige" voraussetzung, dass dieser missbrauch überhaupt möglich war... 

es machte und macht mich immer wieder sprachlos und traurig, ich verstehe es nicht... 

meine mittlere schwester bildet, zusammen mit ihrer familie, von da an ausschliesslich meine eigene (gefühlte) familie, die anderen "leiblichen" familienmitglieder sind mir fremd, im sommer 2002 stirbt mein vater im krankenhaus, ich habe nicht mehr mit ihm gesprochen, seine beerdigung ist für mich ein abschied von ihm als gutem und bösem menschen, denn ich habe nicht "nur" schlimme erinnerungen an ihn... 

einige zeit später entsteht wieder vorsichtiger kontakt mit meiner mutter, die einen neuen partner hat und mit ihm glücklich zu sein scheint (was sie mit meinem vater zu keinem zeitpunkt meiner erinnerung und vielleicht auch gar nie war)... 

der missbrauch wird auch dann in keiner weise zum thema gemacht, "heile" familie wird aber seit meiner "offenbarung" auch nicht mehr gespielt/erwartet... 

viele meiner schritte aus dem missbrauch heraus, bzw. im umgang mit ihm, gelingen mit hilfe meiner therapeuten und dieser selbsthilfegruppe für frauen nach sexuellem missbrauch, mit ihnen lerne ich, ich bin nicht mehr allein, weder mit dem missbrauch, seinen folgen, noch meinen dadurch oftmals verstärkten "eigenheiten", die mich für mein gefühl "anders" sein/nicht dazu gehören lassen, diese frauen, die den gleichen hintergrund haben wie ich, sind in vielen dingen oder im umgang mit sich und anderen nicht anders als ich und im austausch mit ihnen wird vieles klarer, aushalt- und aussprechbarer, sicherer... 

heute fühle ich mich gefestigt, (den meisten) situationen gewachsen (von denen noch vor ein paar jahren viele nicht auszuhalten oder gar nicht denkbar waren)... 

ich habe hart dafür "gearbeitet" und mir meine freiheit, mein ich zurückgeholt, das durch den missbrauch durch meinen vater in trümmern lag... 

selbstbewusstsein, selbstsicherheit, sich-behaupten-müssen und -wollen, konflikte aushalten und austragen, eigene fehler zulassen, all das sind dinge, die noch immer nicht einfach sind, es gibt gute, weniger gute und schlechtere tage, aber nur noch sehr selten richtig schlechte... 

mittlerweile überwiegen die guten... 

ich habe meinen missbrauch in der form akzeptieren gelernt, dass ich mich (die meiste zeit) nicht mehr "behindert" fühle und ich sehen kann, dass anders-sein auch vorteile hat, ich habe auch stärken in mir gefunden und nutzen gelernt, mir meiner eigenen kraft (meist) bewusst zu sein, macht mich stark und meine "schwächen" akzeptieren/zulassen zu können befreit (denn niemand kann immer alles allen richtig machen)... 

der missbrauch hat mich nicht zerstört, er hat mich verletzt, hat mich einer behüteten, sorglosen kindheit beraubt, viele unbedarfte erfahrungen konnte und werde ich nie machen, weil ich einfach ab dem missbrauch nicht mehr unbedarft war, der missbrauch hat mich "geformt", ich bin nicht von ihm zu trennen (und will es auch nicht mehr), er ist ein stück von mir, aber ich habe mit ihm leben gelernt und es geht mir gut... 

ich lebe intensiv und (meist) sehr bewusst, vielleicht auch, weil ich das unverzeihbare nicht verziehen habe (vielleicht kann man irgendwann verzeihen, aber man muss es nicht)... 

ich fühle mich nicht verbittert, bin nicht hart geworden durch all die dinge, die mir angetan worden sind...

mein vater hat nicht mich schlecht gemacht oder böse, er war (zu oft) schlecht und böse!
r.a.r

nachwort:

...dennoch wünsche ich mir, dass kein kind (kein gestriges, kein heutiges und auch kein zukünftiges) solche erfahrungen machen, mit den oft irreversiblen schäden leben (lernen) muss, an denen viele auch zerbrechen ...schutz, durch die menschen, die beschützen sollen, war und ist (leider) nicht selbstverständlich! 

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du - ich - wir

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du sitzt in der ecke
hälst dein stofftier im arm
und erstickst darin deine tränen

du zuckst zusammen
beim blitzlichtgewitter
das draussen tobt

du krümmst dich
vor dem schmerz
der in dir steckt

ich sitze auf dem sofa
mein stofftier griffbereit
und atme dein schluchzen ein

ich kenne deine gewitterangst
und jede andere
in dir drin und draussen

ich spüre deinen schmerz
gestern, heute, morgen
und krümme mich mit dir

aus du und ich wird wir
du bist ein teil von mir
und ich bin für dich da

du - ich - wir
ein verbund aus angst, verwirrung, zorn
aus unsicherheit, aus hilflosigkeit

du - ich - wir
geballte kraft
gebündelte energie

du - ich - wir
und es ist seine angst
die wir spüren
wenn wir uns vorstellen
welch blitzlichtgewitter ihm droht
wenn sie einen weg nach draussen findet
diese kraft, die in uns steckt

in dir -
in mir -
in uns.
r.a.r

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es ist an der zeit

es ist an der zeit
die dinge beim namen zu nennen

missbrauch
vergewaltigung
unterdrückung
gewalt

es ist an der zeit
sich die dinge zu nehmen, die so sehr fehlen

glaube
hoffnung
liebe
glück

es ist an der zeit
sich die freiheit zu nehmen zum

lachen
weinen
hoffen
lieben

es ist an der zeit
ein ende zu machen

angst
schmerz
wut
hass

es ist an der zeit
zu sagen: du warst kein

vater
beschützer
held
mensch

es ist an der zeit
zu sagen, was du für mich bist:

monster
alptraum
lügner
täter

es ist an der zeit
dir zu sagen:

FASS' MICH NIE MEHR AN
SPÜR' MEINEN HASS
SIEH' MEINE VERACHTUNG
FÜHL' DEN SCHMERZ SELBST

es ist an der zeit. 
r.a.r

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erinnerung 

nach der schule komme ich nach hause und denke, es ist niemand da, was oft genug der fall war... 

mutter und bruder sind beim arbeiten, und, weil der fernseher ausgeschaltet und die küche leer ist, scheint auch vater ausser haus zu sein... 

beim angeln, oder in der kneipe, oder sonst irgendwo... 

es ist kurz vor 14.00 uhr, die zeit, wenn ich nach hause komme, wenn nach der 6. stunde schulschluss ist und kurz nach 13.00 uhr der bus fährt (ich bin ca. 12 jahre alt)... 

an diesem tag hat vater ganz offensichtlich oben auf mich gewartet (mein zimmer ist im 1. obergeschoss des einfamilienhauses in dem wir zur miete wohnen)... 

es ist hell draussen, die sonne scheint... 

im haus ist weit und breit niemand aussser mir — und vater... 

in der küche hat mutter etwas vom mittagessen stehen gelassen, aber erst gehe ich nach oben, um die schulkleider gegen etwas abgetragenes auszutauschen — wie es sich gehört... 

die schultasche stelle ich in der küche ab, um später am küchentisch meine hausaufgaben zu machen und gehe die treppe nach oben; ich gehe aber nicht direkt in mein zimmer, sondern zuerst ins bad, um mich dann umzuziehen; vater hat  mich völlig überrascht, ich habe ihn weder gesehen, noch gehört; ich bin schon auf dem halben weg zum sofa, das rechts an der wand steht und auf dem ich meine "alten" kleider lagere, als er mich von links, vom bett her, anspricht...

ich habe keine ahnung, was er sagt, aber er winkt mich mit der hand zu sich; ich bin ganz schön erschrocken, aber eine wahl bleibt mir sowieso nicht und so gehe ich zu ihm hinüber... 

er sitzt stocksteif auf dem bettrand... 

ich bleibe genauso stocksteif vor ihm stehen, so dass ich seine knie nicht berühren muss... 

ich galube nicht, dass noch ein wort gesprochen wird... 

einen augenblick lang geschieht gar nichts, dann beginnt er, mir meine sachen auszuziehen, legt sie fast behutsam zur seite, knöpft seinen hosenschlitz auf, knopf für knopf, an den blauen arbeitshosen... 

ich halte die luft an, vielleicht kann ich ja vorher noch schnell ersticken... 

mit einem ruck setzt er sich mich auf den schoss... 

noch habe ich glück, er will mich erst noch anfassen... 

seine grossen, schwitzigen maurerhände betasten meinen körper, die flachen brüste, den dünnen bauch, die muskulösen kinderschenkel, trainiert vom sport... 

seine finger lassen deutlich verstehen, dass es auch dieses mal wieder ernst wird: sie beginnen leicht zu zittern, als sie den widerstand der kinderschenkel brechen... 

aller sport dieser welt wird nicht helfen, denn diese hände lassen sich auch durch muskeln aus stahl nicht aufhalten... 

mein einziger kleiner sieg besteht darin, dass ich ihn nicht anfassen muss, das hat er seit dem letzten mal aufgegeben... 

seine hände haben sich den weg freigeschafft, meine seele ist erstarrt, wie mein körper... 

schon das eindringen seiner finger hebt mich fast hoch, doch noch spüre ich den schmerz nicht... 

er tastet, wohin ihm beliebt... 

jetzt spüre ich an meinen nackten pobacken den erwachten teil seiner macht... 

sein glied ist bereit! ich spüre seine hitze, höre seinen heftigen atem... 

er ändert meine stellung und setzt mich gerade auf seinen schoss, mit dem rücken zu ihm und nützt den moment, um seine finger gegen sein hartes, heisses glied auszutauschen... 

dieser schmerz ist so gross, dass ich ihn selbst in meiner leblosigkeit spüre... 

falsche proportionen... 

sein druck wird grösser, er beginnt, heftiger meine brust zu reiben, meinen hals zu halten, um unmissverständlich klar zu machen, wer der meister ist (als ob ich das nicht schon lange, sehr lange, wüsste)... 

dann haben seine hände meine taille und hüften erreicht... 

jetzt beginnt der eigentliche kampf... 

ich starre löcher in das blumenmuster auf der tapete an der gegenüberliegenden wand, sehe die stofftiere auf dem kleinen ausziehsofa und die abgetragenen kleider, ordentlich zusammengefaltet, ein bischen ordnung in all dem chaos und doch sehe ich nichts... 

ich spüre, wie er anfängt, mich nur durch die kraft seiner arme zu bewegen, sein körper bleibt ansonsten starr... 

ich bin in bewegung, er schiebt und reibt, auf und nieder, wie bei "hoppe reiter"... 

sein atem zeigt mir, dass es noch eine weile dauern wird, denn noch atmet er verhältnismässig ruhig... 

ich bin in bewegung, meine zähne schlagen aufeinander, als er die bewegung noch verstärkt... 

die kraft seiner arme ist schon erstaunlich, er wird nicht müde, sondern steigert seine kraft, wird nicht müde, die bewegung wird immer mehr... 

mir wird schwindelig vor schmerz, bestimmt gehe ich dieses mal kaputt, das kann mein körper nicht aushalten... 

jetzt bin ich bald erlöst, denn seine hände werden feuchter und sein atem schneller, röchelnder... 

ich höre es an seinem atem, bevor er sich tatsächlich völlig in mir ausbreitet... 

dann ist er fertig... 

ich spüre noch kurz sein  ekel erregendes zittern, dann setzt er mich heftig auf die bettkante neben sich, steht auf, schliesst seinen hosenschlitz und verlässt wortlos den schauplatz, ohne sich umzudrehen...

ich sitze starr, ungläubig und ratlos auf der bettkante, nichts im zimmer deutet auf das geschehen der letzten halben stunde hin... 

ich spüre, wie seine samenflüssigkeit langsam beginnt, mich zu verlassen, so wie er es tut, kaum spürbar... 

ich stehe auf, gehe zum sofa, ziehe mein altes t-shirt an, halte die hand zwischen die beine, damit auch ganz sicher keine spuren zurückbleiben und gehe stumm zur toilette... 

ich denke, wenn ich gleich pippi mache, bin ich noch ein wenig sauberer, wasche mich, ziehe den rest meiner sachen an... 

auf das sofa lege ich meine schulkleidung... 

noch immer stumm gehe ich in die küche, esse mechanisch mein mittagessen, spüle das geschirr ab, bemüht, den schmerz in meinem unterleib zu ignorieren... 

er ist nicht da, ich habe das moped wegfahren gehört... 

ich mache meine schulaufgaben und später das feuer im badeofen an, damit mein bruder warmes wasser hat und gleich duschen kann, wenn er von der arbeit nach hause kommt und keine schlechte laune haben muss... 

ich kenne meine aufgaben und pflichten, ich kenne sie alle... 

was ich zwischendurch tue, weiss ich nicht... 

irgendwann richte ich den tisch zum abendessen, damit mama sich gleich hinsetzen kann, wenn sie, müde vom langen arbeitstag, nach hause kommt... 

vermutlich werden wir alleine essen, mama und ich, mein bruder wird irgendwohin gehen, mama früh ins bett, vater wird vermutlich auch erst später kommen und ich werde spätestens gegen 21 uhr im bett sein, mit der kleinen hoffnung, dass ihm einmal reicht und der gewissheit, dass es keinen ort und keine zeit gibt, wo er nicht vielleicht eine gelegenheit findet, mich zu zerbrechen... 

in gedanken nehme ich mich selbst in den arm, ganz vorsichtig, damit ich die berührung fast nicht spüre und schweige... 

mein schweigen, meine angst, der ekel, der mich würgt...
r.a.r

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Erinnerungen

  • aufarbeitung sexueller missbrauch bs

Als kleines Kind auf dem Topf sitzen, angebunden ans Gitterbett mit einer Windel. Ziemlich lange.

Immer wieder kommt jemand ins Zimmer und lacht.

Festzelt. Auf den Schößen von älteren Männern sitzen, die nach Bier und Schweiß stinken, aber ich rieche nichts. Immer wieder sind ihre Hände an meinem Po, zwischen meinen Beinen. Halten mich total fest, drücken mich. In ihren Hosen ist was Hartes. Die Männer sind weg. Nur noch einer. Der setzt mich irgendwo hin. Immer wieder muss ich was in den Mund nehmen. Erst (glaub´ ich) nur Finger, dann immer wieder diesen dicken roten klebrigen Schwanz. Mein Mund ist doch viel zu klein.

(Kinder-)traum: Mein Bauch besteht nur aus Blase, riesengroß. Die Innenseite ist rauh und uneben. Ziemlich dunkel mit roten Flecken. überall sind Würmer, die von innen nagen. Hab´ Angst, dass sie die Wand durchfressen.

Als Schutz ins Bett pinkeln damit er aufhört.

Keller, die Eisentür. Im Birkenweg. Es ist dunkel. Ich bin drin. Die Tür bewegt sich und wird geschlossen. Allmählich erkenne ich Gegenstände. Der Raum ist recht groß mit Regalen an den Wänden. In der linken vorderen Ecke steht ein Ofen aus Metall. Das Metall ist kalt. Im Raum bewegt sich was. Alles ist leise. Der Ofendeckel ist eiskalt. An der Decke ist eine Lampe. Und irgendwo ist was helles, weißes Faszinierendes. So merke ich eigentlich kaum, wie mir was in den Mund gesteckt wird. Alles wird schwarz.

Dauernd hab´ ich das Bild vom alten Wohnzimmer im Kopf. Ich erinnere mich an alle Gegenstände. Das Sofa, das irgendwann rot bezogen werden sollte, den Schrank, Tisch, zwei Sessel, die Stehlampe. Aber nicht daran, wie ich dort geschlafen habe. Nur, dass es etwas extrem Dunkles auslöst. Und dieser Satz von Mama: "Immer wenn ich dabei war, ist euch nichts passiert."Vielleicht hat sie ja recht. Aber sie war ja nicht immer dabei.

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Schritte vor der Tür. Seine. Ich liege im Bett, bin sofort hellwach. Die Tür geht auf. ER kommt rein. Mit dem Gesicht wie vor über zwanzig Jahren. Er ist leise, leise und bedrohlich. Die Hoffnung, dass er wieder geht, wenn ich mich schlafend stelle. Er kommt aber näher, fasst mich an, vorsichtig, nicht brutal, am Bauch, zwischen den Beinen, und immer wieder am Bauch. Hören tu´ ich nichts obwohl er seinen Mund bewegt, und dann spür´ ich seinen Atem. Er hält meinen Nacken zu fest, die Arme und Handgelenke. Setzt sich auf mich, diese widerlichen rhythmischen Bewegungen auf mir drauf. Und langsam bin ich weg, spür´ nichts mehr und da ist nur noch das helle Licht. Dieser verbrauchte Atem riecht nach Rauch und Alkohol. Weniger als sonst. Schwitzen. Alles klebt. Im mir schreit´s AUFHöREN - nur kurz. Es ist gar nicht mein Körper. Ich schau´ nur zu. Ich kann das nicht. Ist ja oft morgens so. Die Zeit kommt mir so kurz vor. Denke es ist 5:00Uhr. Dann ist plötzlich alles vorbei. Bin allein, alles ist nass und klebrig, stinkt nach Sperma und Schweiß. Ich bin schuld. Nur weil´s mich gibt, tut er das. Er hat mich lieb. Bin doch seine Tochter. Die Hübsche zum Vorzeigen, die immer so brav und vernünftig ist.

Der Stoffhund. Ich liege im Kinderbett auf dem Rücken. Der Hund kommt erst auf, dann unter meine Bettdecke. über meinen Bauch zu meinem Gesicht. Der Hund sagt was, was ich nicht verstehe. Aber er hat plötzlich die Augen von Vater. Ich seh´ diese Augen ziemlich oft. Und dann sind seine Hände zwischen meinen Beinen.

Ich habe panische Angst vor Alkoholgeruch, Sperma, Händen auf meinem Bauch oder an meinen Beinen, Elterns Badewanne, Kellern, Schweigen, dem Satz "Ich hab´ dich lieb", kaltes Metall auf Haut, Toilettentüren, die sich öffnen, Umarmungen, Berührung im Nacken, Dämmerung, Dunkelheit beim Aufwachen, im Auto hinten sitzen, wenn mich jemand von vorne durch den Spiegel anschaut, vor eigenen Gefühlen, wenn nichts zu tun ist, warten, Nähe, Zärtlichkeiten, Erfolg, Wut, die Beherrschung zu verlieren, dem Gefühl, da könnt´ noch jemand im Raum sein (obwohl ich alleine bin), dass jemand die Fassade durchschaut.

Gruppenfrau uh

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Dem Schweigen ein Ende 

  • aufarbeitung sexueller missbrauch uh

Dem Schweigen ein Ende. - Ich will es jetzt brechen,

Es ist mir egal, ich will will d'rüber sprechen.

Mich belastet die Rücksicht auf alles und jeden,


Sexueller Missbrauch, ich will d'rüber reden.

Charakter, den hab' ich - und doch will ich's sagen.

Hab' keine Angst mehr, vor Folgen und Fragen.

Will endlich mal schreien, und allen erzählen:

Es tat verdammt weh, und ich konnte nicht wählen.

Ich war noch zu jung, um mich frei zu entscheiden,

Gelernt hat ich nicht - Missbrauch zu vermeiden.

Es gab keine Chance mich selbst zu beschützen,

Nur Hilfe hätte verhindert, dass mich Männer benützten.


Erzählt hab' ich's schon, doch war niemand da.

Ich war auch danach, noch immer in Gefahr.

NEIN, hab' ich gesagt, doch es wollte keiner hören.


Es änderte sich nichts. Bloß nicht Illusionen zerstören.

Nur wichtig, die nach außen heile Welt,

Das Einzige, das für die Meisten zählt.

Erzählen will ich es jetzt - und euch führen vor Augen -
ich hab' ein Problem und kann mir selbst noch nicht glauben. uh 93

Ihr könnt mich nicht versteh'n

Ihr könnt mich nicht versteh'n, wenn ihr's nicht selbst erlebt habt. 

Habt es nicht selbst geseh'n, gespürt nie — wie es weh tat. 

Reden könnt ihr viel — und doch ist es ganz anders. 


Könnt es nicht nachvollzieh'n, weil ihr's nicht an euch ranlasst. 

Oft höre ich euch sagen, wie schrecklich Missbrauch ist, 

Entsetzlich für ein Kind: "nur gut, dass es vergisst." 

Nichts wisst ihr von den Folgen, die durch Missbrauch entsteh'n. 

Nichts hören wollt ihr, leider — wollt Folgen nicht versteh'n. 

Tatsache bleibt es trotzdem, ein Kind wird nie vergessen. 


Missbrauch, der bleibt besteh'n, du bleibst davon besessen. 

Ich pfeif auf eure Reden, auf eure Prävention, 

Casanovas gibt's noch immer, geschützt durch Tradition. 

Heuchler sind noch schlimmer, sie wollen gar nichts hören. 


Nur Alpträume hätten sie immer, die würden sie zerstören?! 

Ich höre wie sie's sagen und weiß: es hat sich nichts geändert. 

Charakterlos die Menschen. Missbrauch wird nicht verhindert. 

Heut' kann ich's endlich sagen, wie schlimm's noch immer ist. 

Tatenlos die Braven, für die's noch schlimmer ist?! 


Vergessen soll ich's einfach, es sei doch so lang her; 

Es ist aber in Ordnung, wollen's andere nicht mal hör'n? 

Radikal ist eure Meinung, wenn es um die Folgen geht. 

Schuld sei ich schließlich selber, ihr fragt nicht wie's entsteht! 

Tief sind jedoch die Wunden, oft fast nicht zu ertragen; 

Es hilft — aber nicht immer — es jemandem zu sagen. 

Hass ist dadurch entstanden und Wut im Übermaß, ich kann das nicht mal zeigen;

Es bringt mich in Gefahr, denn ich zerstör' mich selbst, das kann ich nicht vermeiden.

Nicht logisch sind die Folgen, die durch Missbrauch besteh'n
     und doch: sie sind real, wollt ihr das nicht versteh'n? uh 1993-2007

meistens

meistens ist inzwischen alles ok 

meistens klappt inzwischen nicht nur der Alltag,
sondern auch alles was schön ist, was Spaß macht.

meistens denke ich tagelang, oft sogar wochenlang nicht mehr an sexuellen Missbrauch; nicht an meinen Missbrauch und auch nicht an den Missbrauch anderer. 

meistens habe ich alle Suchtgefahren im Griff. 

meistens gibt es keine Aussetzer mehr, bei denen am Ende irgendeine Verletzung steht. 

meistens geht es mir inzwischen so gut wie anderen Menschen auch. 


...aber immer wieder

nicht mehr täglich 

nicht mehr wöchentlich 

nicht einmal mehr monatlich 

aber immer mal wieder ist plötzlich alles wieder da. 

immer mal wieder kommt alles zurück. 

als würde ein Schalter umgelegt ist dann alles wieder da,
die Angst, die Panik, die Depression, die Süchte, die Aussetzer...

nicht jedes Mal, aber immer mal wieder ist dann auch der Tod eine sehr naheliegende Alternative. 

es dauert nicht mehr so lang, ich weiß genau wie ich mit mir umgehen muss, damit kein allzugroßer weiterer Schaden entsteht, es geht besser, leichter und es ist viel schneller vorbei. 


...trotzdem

jedes Mal dann wünsche ich mir, dass es irgendwann mal vorbei wäre. jedes Mal dann frage ich mich: "warum kommt es immer wieder hoch?"  uh 2007


Ein ganz normaler Tag

  • aufarbeitung sexueller missbrauch uh

Ängstlich, panisch, zitternd.

Durcheinander, Gedankenkreisel. 

Zumachen, abwarten.  

Freudig erregt. 

Unvorhersehbare Anteilnahme. 

Ängstliche Erwartung.

Trauer, Wehmut, tiefer Schmerz.

Ich. Ich will.

Ich kann nicht.

Nein, ich darf nicht!

Fragezeichen.

Unsicher, Angst vorm Leben.

Entscheidungen.

Ausweglosigkeit.

Warum?

Hört es niemals auf?

Nicht schon wieder.

Was habe ich getan?

Schon wieder etwas kaputt gemacht?

Ich kann mich auf nichts konzentrieren.

Sucht, heute mal Spielsucht.

Geboren aus der Angst vorm Denken. 

Ich will nicht mehr.

Es tut weh.

Es tut so unvorstellbar weh.

Ungeweinte Tränen. 

Der Vulkan in mir.  

Kurz vor der Explosion. 

Abwarten, hoffen.

Etwas lauert darauf, 

mich doch noch zu kriegen.

Was das ist?

Es ist  

ein ganz normaler Tag. uh 95

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Der Morgen danach 

Der Morgen danach, das Ende einer langen, schönen Nacht.

Es ist, als wären's Nachwirkungen einer fremden Macht.

Reste, als hätte es wieder Einsamkeit und Panik gegeben.


Menschen waren jedoch da, Lagerfeuer, Musik und Leben.

Offenbar ändert es sich nie. Liegt es an mir?

Ruhelos, panisch, sogar unter Freunden. Hier.

Gläser und Flaschen, fixiere ich mit starrem Blick.

Es ist, als dürft's nicht sein, das Stückchen Glück.

Nur wenige Stunden, fröhlich und sicher, dazu gehören.


Das geht nicht gut, besser es gleich zerstören.

Außen mich verletzen um mein Innen zu schützen. 

Nur ein bisschen Blut, ich will gar nicht viel aufschlitzen.

An meiner Schulter eine Hand, Ein Lächeln - 

Chaos sortierend, besteht er auf meinem Versprechen.

Heute also nicht, ich darf das Versprechen nicht brechen. uh 96/06 

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GEWITTER

Gewitter. 

Donnergrollen. 

Blitze zucken. 

Der Wind spielt in den Bäumen.  

Regen fällt sanft auf 

die ausgetrocknete Erde. 

Es riecht nach Sommer.  

Vollkommenheit. 

Gewitter reinigt die Luft. 

Gewitter, Natur. 

So mächtig, so schön. 

Faszinierende Urgewalt. 

Spüren, leben, fühlen. 

Ganz sein, da sein. 

Ganz da sein. 

Ohne Wenn und Aber. 

Zuhause, Sicherheit, Heimat. 

Ich atme wieder. 

Ich kann noch fühlen. 

Gewitter - Nahrung für die Seele. 

Gewitter ist Leben. 

Gewitter - ich lebe. uh 94

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Gruppenfrau hh

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Skizze Verhältnis Vater / Ich

Seit meinem 17. Lebensjahr befand ich mich, mit Abständen, wegen Depressionen und Magersucht in Psychiatrischer Behandlung.

So auch 1978 - Nach einem Nervenzusammenbruch, in dessen Folge ich beide Hände durch die Küchentür schlug - eine 3-Jährige Psychoanalyse Diagnose:

Schizoide Persönlichkeit mit annorektischen Zügen. Thema: Frühe Mutter - Tochter - Beziehung: Meine psychotischen Wahrnehmungen - Wie Schlangen unter meinem Bett, auf meinem Bauch, die mich bedrohende schwarze Gestalt und die sehr konkreten Träume von Vater und mir wurden, der psychoanalytischen Theorie entsprechend, als Wunsch mit meinem Vater zu schlafen, interpretiert.

Die Skizze zeigt, dass ich entgegen der Meinung des Therapeuten, dem Verhältnis zwischen Vater und mir eine andere Bedeutung beimesse.

Im gleichen Zeitraum träume ich den neben der Skizze abgedruckten Traum, der eine Verbindung zwischen dem Inzest, meinen kaputten Händen und den Folgen für mein Leben herstellt.

Ich breche die Therapie an einem bestimmten Punkt ab: In Gedanken bin ich in einem dunklen Zimmer; ich darf nichts sagen.

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Kindheit I 1983 - 1986

Anlässlich einer Ehekrise und erneuter Magersucht, beginne ich eine Therapie bei einer Frau. Ich lerne meine Grundbedürfnisse wahrzunehmen und mich verantwortlicher mir gegenüber zu verhalten.

Außerdem beginne ich wieder zu malen: Große, üppige Frauen, die Kinder gebären, entstehen. Als es in der Therapie nicht nur um überleben-können, sondern auch um meine Gefühle geht, reagiere ich mit Panik. Es gibt da einen dunklen Punkt. Bei Versuchen mich ihm zu nähern, beschreibe ich wieder ein dunkles Zimmer. Es ist das Zimmer in der Wohnung, die ich bis zum Alter von vier Jahren bewohnte.

Ich gehe nicht weiter; breche an dem Punkt die Therapie ab. Der Kontakt zur Therapeutin bleibt auf freundschaftlicher Ebene bestehen. Ich bin stärker geworden und weiß, ich kann jederzeit zu ihr zurück.

1986 - Mit den großen, starken Frauen, darf zum ersten mal ein Kind auftauchen.

Nur irgend etwas stimmt überhaupt nicht mit ihm und seiner Umgebung: Die Mutter nimmt nichts wahr: Das Kind ist wütend, verstört und vor entsetzen stehen ihm die Haare zu Berge. Seinem Lieblingstier hat es den Kopf abgedreht. Jemand hat einen langen Nagel in seinen Ball getrieben.

Im gleichen Zeitraum, während des malens, die erste vage Erinnerung an den Missbrauch im alter von sieben. Ich reagiere psychotisch. Zurück bleiben bohrende Fragen:

Warum kann ich mich, trotz meines guten Erinnerungsvermögens, nicht an die besonderen Ausflüge mit Vater erinnern? Im Alter von sieben, zehn, vierzehn Jahren?

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Kindheit II 1989

Ich male ein kleines Kind im Gitterbett, es ist Nacht. Über Jahre pinsele ich an diesem Bild herum. Ohne mir bewusst zu sein, was ich verändere, tauchen eine Hand, eine Vagina, Blut, ein Mann und zwei entsetze Gesichter auf. Im gleichen Zeitraum eine konkrete Erinnerung:

Ich erlebe eine Rückblende als kleines Mädchen im Gitterbett und weiß danach, alles ist wahr. Wie früher, schlage ich meinen Kopf an die Wand, nur diesmal von den Worten begleitet: "Du darfst nichts sagen! Wir schlagen dich tot!"

Dieses Erlebnis steht in meinem Tagebuch - aber ich beachte es zwei Jahre nicht mehr.

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